Wirbelsturm: Hurrikan "Jova" bedroht Mexiko - DER SPIEGEL
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Hurrikan "Jova": Mexiko rüstet sich gegen den Sturm

Foto: ALFREDO ESTRELLA/ AFP

Wirbelsturm Hurrikan "Jova" bedroht Mexiko

Zum ersten Mal in diesem Jahr nähert sich ein Hurrikan der mexikanischen Pazifikküste. 1500 Soldaten sind im Einsatz, Notunterkünfte stehen bereit, Schulen und Häfen wurden geschlossen. Experten warnen vor bis zu acht Meter hohen Wellen an der Küste.
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Mexiko-Stadt - Mit Windstärken von bis zu 160 Kilometern in der Stunde und schweren Regenfällen ist Hurrikan "Jova" in der Nacht zum Mittwoch auf die mexikanische Pazifikküste zugerast. In den Bundesstaaten Jalisco, Colima und Nayarit riefen die Behörden Hurrikanalarm aus.

Laut Angaben des Zivilschutzes werden als Folge starker Regenfälle vor allem Überschwemmungen befürchtet, vor allem entlang des 340 Kilometer langen Küstenabschnitts zwischen Manzanillo and Cabo Corrientes. Laut dem US-Hurrikanzentrum in Miami befindet sich der Sturm derzeit rund 100 Kilometer nordwestlich von Manzanillo und bewegt sich in nordöstliche Richtung.

"Mein Haus hat ein Strohdach, es ist nicht sicher", sagt die Bäuerin Maria de Jesus Palomera Delgado, 44, aus Jaluco. Sie brachte sich gemeinsam mit ihren 17 Kindern und Enkeln in einer Notunterkunft in Sicherheit. In Manzanillo, das den zweitgrößten Frachthafen des Landes besitzt, gingen bereits heftige Regengüsse nieder. Ein Altenheim wurde evakuiert.

In den gefährdeten Regionen stehen 1500 Soldaten bereit, um in Not geratenen Menschen zu helfen. Dutzende von Notunterkünften sind vorbereitet, Schulen und Häfen wurden bereits geschlossen. Mehrere hundert Familien sind bereits aus gefährdeten Gebieten in Sicherheit gebracht worden. So wurde am Dienstag ein ganzes Küstendorf im Bundesstaat Michoacán evakuiert.

Etwa 183.000 Menschen lebten entlang der prognostizierten Hurrikan-Route, sagte Laura Gurza vom US-Zivilschutz. "Jova" war über dem Meer zu einem Hurrikan der Stufe 3 angewachsen, wurde im Laufe des Dienstags aber wieder herabgestuft, da er schwächer wurde.

Experten warnen vor acht Meter hohen Wellen

Die mexikanischen Behörden warnten vor allem vor Überschwemmungen an der Küste, wo laut der Nationalen Wasserbehörde Conagua bis zu acht Meter hohe Wellen erwartet werden. Auch Flusstäler gehören zu den gefährdeten Gebieten. Außerdem könnte es zu gefährlichen Erdrutschen in den Bergen kommen.

Unterdessen bewegt sich der nächste Tropensturm "Irwin" ebenfalls nach Osten auf die mexikanische Küste zu. Den Berechnungen der Meteorologen zufolge wird dieser Sturm aber nicht das Festland erreichen.

Die Hurrikansaison dauert offiziell bis Ende November. Im August hatte "Irene" an der US-Ostküste Milliardenschäden verursacht und mindestens 28 Menschen getötet. Die meisten Wirbelstürme im Westatlantik und im Ostpazifik kamen in dieser Saison aber nicht an Land.

ala/dpa/AP