Wirbelsturm "Noel" zum Hurrikan hochgestuft
Nassau - "Noel" hat seinen furchtbaren Weg noch lange nicht beendet, aber bereits jetzt steht fest: Er ist in diesem Jahr der verheerendste Sturm in der Karibik. Mindestens 108 Menschen sind inzwischen ums Leben gekommen, der Wirbelsturm "Felix" hatte Anfang September 101 Menschenleben gefordert.
Wie das US-Hurrikanzentrum mitteilte, stieg die Windgeschwindigkeit von "Noel" auf 121 Stundenkilometer. Der Sturm hatte gestern heftigen Regen vor allem nach Kuba und die Bahamas gebracht.
Die Rettungskräfte versuchten mit Hubschraubern und Booten die zahlreichen Orte zu erreichen, die durch Überschwemmungen und Erdrutsche von der Außenwelt abgeschnitten waren.
Auf Kuba gingen Soldaten in tiefer liegenden Gebieten von Haus zu Haus, um Dörfer mit insgesamt rund 24.000 Einwohnern zu evakuieren. Mindestens 2000 Häuser wurden nach Angaben der kubanischen Behörden beschädigt, Opfer gab es aber bislang keine.
Allein die Ernteschäden in der besonders stark betroffenen Dominikanischen Republik wurden von den Behörden mit rund 30 Millionen Dollar (21 Millionen Euro) angegeben. Fast 73.000 Menschen mussten hier ihre Häuser verlassen, mindestens 66 Menschen kamen ums Leben. In Haiti starben 40, einen Toten gab es jeweils in Jamaika und auf den Bahamas. Etliche Menschen werden noch vermisst.
jdl/AP