Wissenschaftler warnen: Krebs durch Pommes? - DER SPIEGEL
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Wissenschaftler warnen Krebs durch Pommes?

Dass Fastfood nicht gerade gesund ist, überrascht wohl niemanden. Schwedische Wissenschaftler melden nun aber, dass in Pommes Frites und Chips äußerst schädliche und krebserregende Giftstoffe entdeckt wurden.
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Stockholm/Berlin - Auch in Knäckebrot fanden die Forscher der Universität Stockholm den Stoff Acrylamid, das als Krebs erregend und Erbgut schädigend gilt. Die schwedische Lebensmittelbehörde wies am Mittwoch auf ein "bislang nicht bekanntes gesundheitliches Risiko" hin, berichtete das Bundesinstitut für gesundheitlichen Verbraucherschutz und Veterinärmedizin am Donnerstag in Berlin. In Chips fanden sie Acrylamid in der Konzentration von 980 Mikrogramm je Kilogramm. Bei Pommes frites schwankte die Menge je nach dem Grad der Erhitzung beim Frittieren zwischen 201 und 1104 Mikrogramm pro Kilo.

Die Weltgesundheitsorganisation sieht als zulässige Höchstmenge für Menschen die Einnahme von ein Mikrogramm pro Tag an. Die Lebensmittelbehörde erklärte, das von ihr angenommene Krebsrisiko in den betroffenen Nahrungsmitteln führe allein in Schweden statistisch zu "jährlich einigen hundert Todesfällen".

Auch das deutsche Verbraucherschutzministerium versprach nun, die Risiken zu prüfen. Hersteller potenziell belasteter Lebensmittel wurden aufgefordert, ihre Verfahren zu überprüfen und gegebenenfalls zu ändern. Vor einer umfassenden Prüfung könnten die Gefahren aber nicht bewertetet werden, hieß es in Berlin.

Verschiedene schwedische Wissenschaftler kritisierten am Donnerstag, die bisherigen Untersuchungen reichten nicht aus, um daraus erhebliche Gefahren herleiten zu können. Einige Forscher hatten gegenüber der Zeitung "Svenska Dagbladet" erklärt, die Lebensmittelbehörde habe die Krebsgefahr für Verbraucher in verantwortungsloser Weise dramatisiert.