WM 2014 in Brasilien Regierung will nächtliches Public Viewing erlauben
Fanmeile in Berlin bei der EM 2012: "Großes öffentliche Interesse"
Foto: Sebastian Kahnert/ picture alliance / dpaBerlin - Bei der kommenden Fußballweltmeisterschaft gibt es ein Zeitproblem, zumindest für die deutschen Fans. Knapp die Hälfte der 64 Begegnungen beginnt erst um 22 Uhr deutscher Zeit oder später - dann sollte aus Rücksicht auf die Anwohner von Fanmeilen eigentlich Nachtruhe herrschen. Bundesumweltministerin Barbara Hendricks will die nächtlichen Live-Übertragungen der Fußballspiele aus Brasilien dennoch mit einer Public-Viewing-Verordnung möglich machen.
Einem Bericht der "Ruhr-Nachrichten" zufolge wird die SPD-Politikerin einen Entwurf dazu bei der Kabinettsklausur im brandenburgischen Meseberg vorstellen. Die Zeitung stützt den Bericht auf eine Bestätigung aus Regierungskreisen. Es würden Ansätze geprüft, "um sowohl das zu erwartende große öffentliche Interesse an den Spielübertragungen zu berücksichtigen als auch einen akzeptablen Mindestschutz der Nachtruhe für relevant betroffene Anwohner", heißt es demnach.
Die Details müssten allerdings noch ausgearbeitet werden. Zuständig für die Genehmigungen würden den Plänen zufolge aber Länder und Gemeinden bleiben. Mit der neuen "Verordnung über den Lärmschutz bei öffentlichen Fernsehdarbietungen im Freien" setzt Hendricks einen Beschluss der Länderumweltministerkonferenz um, die den Bund zum Handeln aufgefordert hatte.
Schon bei den Weltmeisterschaften 2006 und 2010 hatte es eine Verordnung des Bundes mit Lärmschutzvorgaben für Live-Übertragungen auf Großbildleinwänden gegeben.