Erschossener Wolf Tierschützer erstatten Anzeige
Toter Wolf im Westerwald: 5000 Euro Belohnung für Hinweise
Foto: DPA/ PolizeiMontabaur - Der Wolf, der im Westerwald offenbar erschossen wurde, beschäftigt nun auch die Justiz. Der Naturschutzbund Deutschland (Nabu) erstattete Anzeige gegen unbekannt bei der Staatsanwaltschaft Koblenz. "Die Tötung des Wolfes ist eine hinterhältige Tat", sagte Nabu-Bundesgeschäftsführer Leif Miller.
Naturschutzreferent Olaf Strub vom Nabu Rheinland-Pfalz sagte, Wölfe seien eine streng geschützte Tierart. Deshalb drohe dem Täter eine Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren.
Spaziergänger hatten den Kadaver am Samstag nahe Hartenfels im Westerwaldkreis gefunden. Das Tier wurde offenbar mit einer großkalibrigen Waffe erschossen.
Ein Tiernahrungsmittelhersteller aus Langenhahn teilte mit, er werde die vom Landesjagdverband ausgesetzte Belohnung für Hinweise von 1000 auf 5000 Euro erhöhen.
Der Wolf war Ende Februar im Kreis Neuwied im Westerwald beobachtet und fotografiert worden. Es war seit 123 Jahren die erste Sichtung eines Wolfs in dieser Region. Experten des Nabu hatten das Tier als ungefährlich eingeschätzt.
"Wir gehen zu 99 Prozent davon aus, dass es sich bei dem toten Tier um den Wolf handelt", sagte ein Sprecher des Landesjagdverbands Rheinland-Pfalz am Montag.