World Press Photo 2003: Ein Augenblick der Menschlichkeit - DER SPIEGEL
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World Press Photo 2003 Ein Augenblick der Menschlichkeit

Die Auszeichnung World Press Photo 2003 geht an den Franzosen Jean-Marc Bouju. Für die Jury ist das Bild, das einen irakischen Kriegsgefangenen und dessen Sohn zeigt, "eine Botschaft der Hoffnung". SPIEGEL ONLINE zeigt die prämierten Photos aus insgesamt 15 Kategorien.
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Amsterdam - Aus einer Rekordzahl von mehr als 63.000 Bewerbungen hat die Jury das beste Pressefoto des Jahres 2003 gewählt: Ausgezeichnet wird der französische Fotograf Jean-Marc Bouju von der Nachrichtenagentur Associated Press für seine Momentaufnahme aus dem irakischen Kriegsgebiet.

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World Press Photo 2003: Ein Augenblick der Menschlichkeit

Foto: Jean-Marc Bouju / DPA

Das Bild zeigt einen Gefangenen, dessen Kopf mit einer schwarzen Haube verhüllt ist. Neben ihm sitzt im Wüstensand ein völlig erschöpftes Kind. Angesichts der US-Soldaten war der Junge in Panik geraten, erklärt Bouju die Geschichte des Bildes. In einem seltenen Moment der Menschlichkeit habe ein US-Soldat dem Vater die Plastikhandschellen durchschnitten. So konnte er seinen Sohn in den Arm nehmen, trösten und beruhigen.

Bouju wurde bereits mehrfach geehrt: Er erhielt für seine Arbeit in Afrika 1993 und 1999 den Pulitzer-Preis. Der World Press Award und 10.000 Euro werden ihm am 25. April in Amsterdam überreicht.

In der Kategorie "Contemporary Issues, Stories" belegte Walter Schels den zweiten Platz. Für die im Juni 2003 im SPIEGEL veröffentlichte Reportage "Noch mal leben vor dem Tod" hatte Schels Hospizpatienten kurze Zeit vor ihrem Tod und unmittelbar danach fotografiert. Schels und die Redakteurin Beate Lakotta waren für die Reportage bereits mit dem Hansel-Mieth-Preis ausgezeichnet worden.

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