Worms: Henne kümmert sich um Nandu-Küken - DER SPIEGEL
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Tier macht Sachen Henne kümmert sich um Riesen-Küken

Haushuhn Gertrud und ihre Küken: Seit sechs Wochen sind sie unzertrennlich
Haushuhn Gertrud und ihre Küken: Seit sechs Wochen sind sie unzertrennlich

Haushuhn Gertrud und ihre Küken: Seit sechs Wochen sind sie unzertrennlich

Foto: Uwe Anspach/ dpa
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Das Huhn Gertrud hat eine ungewöhnliche Kinderschar: Im Tierpark der Stadt Worms kümmert es sich um zehn Nandu-Küken - und das mit großem Erfolg.

Nandus sind Laufvögel und stammen ursprünglich aus Südamerika. Ausgewachsen werden sie fast anderthalb Meter hoch. Warum also kümmert sich Huhn Gertrud um die kleinen Riesen?

"Am Anfang war eigentlich alles normal", sagte Tierpflegerin Carina Decker. Die Küken waren Anfang Juni geschlüpft. Dann habe der brütende Nandu-Hahn sie nicht mehr ins schützende Nest gelassen. Bei Nandus kümmern sich normalerweise die Väter um den Nachwuchs.

Als ein Unwetter aufzog, habe man handeln müssen und die Kleinen aus dem Außengehege geholt. Durchnässt hätten sie nicht überlebt.

Die kleinen Nandus mussten aber das Fressen noch lernen. "Das würde normalerweise der Hahn vormachen, das Picken", sagt Decker. "Dafür eignet sich aber auch ein Huhn sehr gut. So sind wir auf Gertrud gekommen." Eine Kollegin habe das Huhn von zu Hause mitgebracht.

Gertrud und die Nandu-Küken sind nun seit sechs Wochen zusammen. "Sie ruft nach ihnen, dann kommen die Küken angelaufen. Wenn sie ein Nickerchen machen, legen sie sich um sie herum im Kreis", sagt Decker.

Von Gertrud haben die Küken auch das Picken und Trinken gelernt. Aber eines machen die Jungvögel nicht nach. Das häufige Scharren mit den Füßen nach Futter. Das sei Hühnersache, sagt Decker.

amt/dpa