YouTube-Sensation: Der Millionen-Scherz - DER SPIEGEL
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YouTube-Sensation Der Millionen-Scherz

Ein Komiker bittet per YouTube-Video reiche Personen um eine Million Dollar und findet einen Gönner. Diese Aktion machte den US-Comedian Craig Rowin zum Internet-Star - aber nicht zum Millionär.
Komiker Rowin im YouTube-Video: "Bitte gebt mir eine Million Dollar!"
Komiker Rowin im YouTube-Video: "Bitte gebt mir eine Million Dollar!"

Komiker Rowin im YouTube-Video: "Bitte gebt mir eine Million Dollar!"

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

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New York - "Liebe Millionäre, ich habe einen Vorschlag: Bitte gebt mir eine Million Dollar!" Mit dieser ebenso eindringlichen wie simplen Bitte meldete sich der US-amerikanische Comedian Craig Rowin im vergangenen November auf zu Wort. Er brauche das Geld für nichts Spezielles, fände aber eine Spende trotzdem toll, so der 27-Jährige.

Rowins Ideen für potentielle Spender reichten von Popstar Lady Gaga, Schauspieler Jackie Chan und Regisseur Steven Spielberg über Investment-Milliardär Warren Buffett und Barbara Bush, Gattin des ehemaligen US-Präsidenten, bis hin zu Friedensnobelpreisträger Nelson Mandela. Mit "vielen Dank für Ihre Zeit und Ihr Geld - eine Million Dollar, um genau zu sein", verabschiedete Rowin sich von seinen Zuschauern. Mit weiteren Videos verlieh er der Bitte Nachdruck.

Am 20. Januar schien das Unglaubliche geschehen zu sein. In Frack, mit Fliege und Sektflasche auf dem Beistelltisch verkündete er seinen Erfolg: Ein Millionär namens "Benjamin" habe sich gemeldet und bereit erklärt, ihm den gewünschten Betrag zu geben.

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Rowin spielte einen aufgezeichneten Anruf ein: "Hallo Craig, Benjamin hier, ich hatte gehofft, dich persönlich zu erreichen. Ich möchte darüber reden, wie wir dich zum Millionär machen können." Er sei zunächst skeptisch gewesen, sagte Rowin. Doch ein notariell beglaubigter Brief, den er in die Kamera hielt, habe seine Zweifel beseitigt und bestätige den Deal. Im Gegenzug schulde er dem Spender nichts.

Einfach fragen, und man wird Millionär? Das "klang zu gut, um wahr zu sein", schrieb die "Daily Mail". Und "Überraschung, Überraschung" - so sei es auch gewesen.

Am Donnerstagabend flog der Jux auf.

Rowin gab zu, dass die ganze Sache ein Scherz gewesen sei. Zudem zeigte er ein Video, ebenfalls auf YouTube zu sehen, in dem er direkt nach der Übergabe im "Upright Citizens Brigade Theatre" in Manhattan den vermeintlichen Millionenscheck verbrannte. Der generöse "Benjamin" war kein Investmentbanker wie von Rowin behauptet, sondern ein Schauspieler.

Reichtum bleibt für Rowin vorerst ein Traum. "Ich habe hiermit Geld verloren", sagte er in einem Interview mit der Seite "Thecomicscomic.com". Er sollte über Wege nachdenken, Geld zu verdienen.

Auch wenn die Million weiter auf sich warten lässt - einen Zweck hat Rowins Jux erfüllt. Große Medien wie der TV-Sender ABC und zahlreiche Zeitungen berichteten über seine Aktion, zur Übergabe des Schecks war laut "Thecomicscomic.com" sogar ein Fernsehteam aus Deutschland da. Seine Videos sind Hunderttausende Male angeklickt worden.

Craig Rowin, vorher eher Comedy-Insidern ein Begriff, ist nun ein bekannter Mann.

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ulz

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