Zechpreller: Clinton aß - und ging - DER SPIEGEL
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Zechpreller Clinton aß - und ging

Ein Londoner Gastwirt ist irritiert: Der noch amtierende US-Präsident kehrte mit seiner Familie bei ihm ein. Aber die Rechnung interessierte Bill Clinton nicht.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

London - Während seines Abschiedsbesuchs in der britischen Hauptstadt ging mit Ehefrau Hillary und Tochter Chelsea spontan in eine Bar an der Portobello Road im Trendviertel Notting Hill. Dort servierte Gastwirt Mike Bell dem Führer der freien Welt Krabben, ein Sandwich, ein Bier und eine Cola. Nachdem der Präsident alles verzehrt hatte, stand er auf und ging. "Und wer bitte zahlt jetzt die Zeche?" fragte Bell ratlos. Doch niemand konnte ihm das beantworten.

Dabei hatte Bell sowieso schon einen schweren Tag hinter sich: Morgens war der Strom ausgefallen, so dass er Clinton und den anderen Gästen nur kalte Gerichte servieren konnte. "Wir haben ihm alles gegeben, was man ohne Strom zubereiten konnte", versicherte der Wirt. Vor zwei Jahren hatte Clinton während eines Besuchs im holländischen Delft bereits mehrere "Poffertjes" verzehrt und dafür ebenfalls nicht bezahlt. Damals hieß es, der Präsident trage überhaupt kein Geld bei sich.