Zentralasien Rätselhafte Flugzeugentführung
Astana/Moskau - Entgegen ihrer ursprünglichen Ankündigung hätten die Luftpiraten in der Boeing 727 der Afghan Ariana mit rund 150 Menschen an Bord nach dem erneuten Start in Aktjubinsk weder ein Flugziel noch ihre Forderungen mitgeteilt, berichtete die Agentur Itar-Tass unter Berufung auf die zuständigen Luftfahrtbehörden.
In Moskau wurde unterdessen die Anti-Terror-Sondereinheit "Alfa" des Inlandsgeheimdienstes FSB in Alarmbereitschaft versetzt, meldete die Agentur Interfax. Auf den verschiedenen Zivilflughäfen Moskaus wurden bereits Vorbereitungen für das Eintreffen des Flugzeugs getroffen.
Die Entführer hatten die Maschine am Vormittag auf einem Inlandsflug von Kabul nach Norden in ihre Gewalt gebracht und waren zunächst in Taschkent (Usbekistan) zwischengelandet, bevor sie in Aktjubinsk landeten, um einen undichten Treibstofftank reparieren zu lassen.
In Taschkent hatten die Luftpiraten - es sollen nach unterschiedlichen Quellen acht oder 20 sein - zehn Passagiere freigelassen. In Aktjubinsk forderten sie nach Angaben der Agentur Itar-Tass die Freilassung eines von den Taliban inhaftierten Oppositionspolitikers in Afghanistan.