Zu gefährlich: Suche im "Kursk"-Heck abgebrochen - DER SPIEGEL
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Zu gefährlich Suche im "Kursk"-Heck abgebrochen

Russische Marinetaucher haben bisher zwölf Tote aus dem Heck der "Kursk" geborgen. Die Suche nach weiteren Leichen ist aber nun aus Sicherheitsgründen aufgegeben worden. Die Taucher nehmen jetzt Sektion drei des Wracks ins Visier.
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Moskau - Zur Begründung hieß es, ein weiteres Vordringen in die engen Räume der Hecksektionen, in denen noch mindestens elf Tote vermutet werden, sei zu gefährlich. "Die Taucher haben alles Mögliche getan", sagte der Sprecher der Nordflotte, Wladimir Nawrozki.

Nun sollen russische und norwegische Taucher in mehr als 100 Metern Tiefe ein Einstiegsloch in die näher zum Bug liegende Sektion drei schneiden. In dieser Sektion müssten sich zum Zeitpunkt des Unglücks vor zweieinhalb Monaten 24 der insgesamt 118 Seeleute der "Kursk" aufgehalten haben. Zudem könnten sich dort Überlebende aus benachbarten Abschnitten versammelt haben, sagte Nawrozki.

An der dritten Sektion befindet sich die Rettungskapsel des U-Boots, die zur Wasseroberfläche abgeschossen werden kann. Die Kapsel der "Kursk" kam nicht zum Einsatz. Nach bisheriger offizieller Darstellung sind die Seeleute in den vier vorderen Sektionen unmittelbar bei dem Unglück ums Leben gekommen.

Die dritte Sektion der "Kursk" ist schwer beschädigt. Die Schäden seien jedoch nicht so schwer, wie an den beiden vorderen Abschnitten, hieß es. Der Bug der "Kursk" wurde durch eine schwere Explosion bei dem Unglück weitgehend zerstört. Die Ursache des Untergangs ist weiterhin unklar.

Die Luken der hintersten neunten Sektion sowie das Einstiegsloch am achten Abschnitt seien nach Ende der Arbeiten verschlossen worden, sagte Nawrozki. Einem Abschiedsbrief des Offiziers Dmitrij Kolesnikow zufolge hatten sich im Heck nach dem Unglück am 12. August 23 Überlebende versammelt. Neben Kolesnikow konnten drei weitere der zwölf Leichen identifiziert werden, sagte Nawrozki.