Kollision in Bahnhof Tote und Verletzte bei Zugunglück in Indien
Helfer befreien einen Verletzten aus dem verunglückten Zug in Indien
Foto: APNeu Delhi - Bei einem Zugunglück im südindischen Bundesstaat Andhra Pradesh sind 25 Menschen ums Leben gekommen. Das sagte der Polizeichef des Distrikts Anantapur, Charu Sinha. In ersten Berichten war noch von 16 Toten die Rede gewesen.
Ein Passagierzug war auf dem Weg in die Metropole Bangalore in einem Bahnhof auf einen stehenden Güterzug aufgefahren. Dabei waren nach Polizeiangaben vier Waggons des Passagierzuges entgleist, von denen einer Feuer fing. Mehr als 30 Menschen wurden verletzt.
Feuerwehrmänner unterstützten die Polizei bei den Rettungsarbeiten. Helfer setzten Schweißbrenner ein, um eingeschlossene Passagiere aus den Waggons zu bergen.
Offizielle Angaben zur Ursache des Unfalls gibt es bisher nicht. Der Nachrichtensender NDTV berichtete unter Berufung auf einen Bahnvertreter, nach ersten Erkenntnissen scheine der Zugführer des Passagierzuges ein Haltesignal überfahren zu haben. Bahnminister Mukul Roy ordnete eine Untersuchung an.
Das 155 Jahre alte indische Eisenbahnnetz gehört zu den größten der Welt. Auf ihm verkehren 9000 Passagierzüge, die täglich etwa 20 Millionen Passagiere befördern. Jedes Jahr werden in Indien mehr als 100 Zugunfälle registriert.