Zugunglück in Norwegen Mindestens sieben Tote
Oslo - 22 der insgesamt 96 Zuginsassen mussten mit Hubschraubern in Krankenhäuser geflogen werden. Einer der Passagiere schwebte am Abend noch in Lebensgefahr. Das Unglück hatte sich auf einer eingleisigen Strecke 150 Kilometer nördlich von Oslo ereignet. Ein Expresszug und eine Regionalbahn waren in der Nähe von Aamot östlich von Lillehammer mit hoher Geschwindigkeit zusammengestoßen. Der Schnellzug war auf dem Weg von Trondheim nach Hamar gewesen.
Nach der Kollision kippte ein Zug aus den Gleisen. Durch auslaufenden Dieselkraftstoff fingen die Waggons Feuer. Noch am Abend waren die Rettungskräfte mit den Löscharbeiten beschäftigt. Nach Berichten des norwegischen Fernsehens hatten sie nicht genug Wasser zum Löschen des Brandes. Die Rauchsäule soll kilometerweit zu sehen gewesen sein.
Die Polizei vermutet, dass etwa 20 Zuginsassen in die umliegenden Wälder geflüchtet sind. Die Situation an der Unfallstelle sei äußerst unübersichtlich, heißt es.
Die Ursache des Unglücks ist weiterhin ungeklärt. Überlebende der Kollision berichteten, dass der Zusammenstoß ohne eine Warnung geschehen sei. Die Zugführer hätten nicht abbremsen können.