Zurwehme Wieder irrtümliche Festnahme
Fulda/Runkel/Nordhausen - Viele Hinweise stellen sich nach Polizeiangaben als falsch heraus. Am Mittwoch konzentrierte sich die Fahndung nach dem Schwerverbrecher auf den hessischen Kreis Limburg- Weilburg. Aber auch aus Thüringen kamen Hinweise auf den mutmaßlichen "Mörder von Remagen". In Gersfeld bei Fulda nahmen Polizisten erneut einen Unschuldigen fest, der Zurwehme ähnlich sah.
In Runkel (Kreis Limburg-Weilburg) meldeten sich zahlreiche Zeugen. "Ein Hinweis aus der Bevölkerung ist sehr glaubhaft", sagte ein Polizeisprecher am Mittwoch in Limburg. Mehr als 200 Polizisten durchkämmten daraufhin erfolglos ein Waldstück und ein Maisfeld. Bereits am Dienstagabend hatten Polizisten Waldstücke in der Nähe des hessischen Weilburgs und beim thüringischen Langenhain nahe Waltershausen erfolglos durchkämmt.
Im hessischen Gersfeld nahm die Polizei nach dem Hinweis eines Passanten einen Mann fest, auf den die Beschreibung Zurwehmes passte. Es handelte sich jedoch um einen Unbeteiligten aus Frankfurt am Main, der ähnlich aussieht wie Zuwehme. Erst vor kurzem hatten Beamte in Heilbronn einen Italiener für Zurwehme gehalten und festgenommen. Im Juni verwechselte die Polizei in Thüringen einen harmlosen Wanderer mit Zurwehme und erschoss den Mann.
In Thüringen häuften sich die falschen Hinweise auf Zurwehme vor allem bei der Polizeidirektion Nordhausen. Bei der Überprüfung der Verdächtigten sei oft keinerlei Ähnlichkeit festzustellen. "Das zeigt die Hysterie in der Bevölkerung", stöhnte ein Polizeisprecher.
Tagelang hatte die Polizei in mehreren Bundesländern nach Zurwehme gesucht. Am Montag gab sie ihre Großfahndung nach dem Mörder zunächst auf und sucht seither mit Zielfahndern nach ihm.