Zwei Cent für 869.500 Dollar versteigert - DER SPIEGEL
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Versteigerung von Cent-Stücken: Teures Münzgeld

Foto: AP/Heritage Auctions

Münz-Auktion Zwei Cent für 869.500 Dollar versteigert

Mit zwei Cent lässt sich nicht viel anfangen - es sei denn, die Münzen stammen aus dem Jahr 1792. Dann können sie den Besitzer reich machen, wie eine Auktion in den USA zeigte.
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Man muss wohl Liebhaber seltener Münzen sein, um das zu verstehen: Zwei Cent-Stücke sind in den USA für insgesamt 869.500 Dollar versteigert worden. Die Münzen stammen aus dem Jahr 1792 und gehören zu den ersten in den USA geprägten.

Eric Bradley, Sprecher des Auktionshauses, zeigte sich zufrieden. Man habe zwar auf einen Erlös von einer Million gehofft, aber wenn man für mehr als das 43-Millionenfache des Nennwerts verkauft habe, könne man nicht enttäuscht sein.

Bei den Cent-Stücken handelt es sich um den "Birch Cent", verkauft für 517.000 Dollar, und den "Silver Center Cent", verkauft für 352.500 Dollar. Die Namen der Bieter wurden nicht veröffentlicht.

Die Münzen stammen Bradley zufolge aus einer Zeit, in der die USA sich auch in Sachen Bargeld von Großbritannien lossagen wollten. Laut dem Smithsonian-Museum für Nationale Geschichte ist der Birch Cent nach dem Künstler William Russell Birch benannt. Die Münze sei gegen Ende des Jahres 1792 geprägt worden, jedoch bald von einer formalisierten, kleineren und leichteren Version des Cent-Stücks ersetzt worden.

Der "Silver Center Cent" trägt seinen Namen, weil sie in der Mitte einen kleinen Kern aus Silber hat. Sie ging verloren und tauchte in den Sechzigerjahren in einem englischen Pub wieder auf. Wie sie dorthin kam, ist unklar. Der Finder behielt sie zunächst und versteigerte sie 1997 für knapp 30.000 Pfund. Insgesamt gibt es weltweit nur noch etwa ein Dutzend "Silver Center Cents".

ulz/AP