Zwischenfall Industriepark Höchst löst Giftalarm aus
Frankfurt/Main - Die unbekannte Menge Fluss-Säure sei aus einem Kühlsystem ausgetreten. Der Industriepark wurde abgesperrt, bis Entwarnung gegeben werden konnte: Der Austritt der Säure habe sich auf den Bereich des Werksgeländes beschränkt.
Verletzt wurde niemand. Nach Angaben der Polizei war die Bevölkerung aufgerufen worden, Gebäude aufzusuchen, Türen und Fenster geschlossen zu halten sowie Lüftungen und Klimaanlagen abzuschalten. Gegen 3.45 Uhr war der Austritt der Säure gestoppt. Bei Messungen außerhalb des Industrieparks lagen die Werte unterhalb der Nachweisgrenze.
Flusssäure ist auch als Fluorwasserstoffsäure bekannt und wird zum Ätzen von Glas und Metallen eingesetzt. Sie ätzt beim Einatmen und ist ein starkes Kontaktgift. Flusssäure wird bei Körperkontakt von der Haut aufgesaugt und kann so auch tiefere Gewebeschichten und das Nervensystem schädigen. Schmerzen treten oft erst Stunden später auf.
jjc/AP/ddp/dpa