Zyanid-Katastrophe: Donau-Delta blieb verschont - DER SPIEGEL
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Zyanid-Katastrophe Donau-Delta blieb verschont

Befürchtungen, dass das ökologische Gleichgewicht im Donau-Delta durch den Giftunfall im rumänischen Goldbergwerk Baia Mare empfindlich gestört werde, haben sich offenbar nicht bestätigt. Der Word Wide Fund for Nature (WWF) gab jetzt teilweise Entwarnung.
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Berlin - Die Konzentration gefährlicher Zyanide habe sich in der Donau bereits auf der Hälfte der insgesamt 1950 Kilometer langen Strecke bis zum Schwarzen Meer so stark reduziert, dass für die Trinkwasserversorgung Entwarnung gegeben worden sei, sagte die Sprecherin des in Wien ansässigen WWF-Donau-Sekretariats, Claire Thilo, der "Berliner Morgenpost".

Weiterhin kritisch sei die Lage aber hinsichtlich gefährlicher Schwermetalle wie Blei, Arsen, Kadmium oder Quecksilber. Diese hätten sich in den Flüssen in Sedimenten am Grund und an den Ufern abgelagert. Dort werde sich die ohnehin vorhandene Verseuchung voraussichtlich noch potenzieren, erklärte die WWF-Sprecherin. Ihre Organisation fordere deshalb Maßnahmen zur Erhebung und Beseitigung der Schäden, für lange Zeit die Dokumentierung des Verseuchungsgrades an den Flüssen Somes, Theiß und Donau, Vorschläge zum Abbau der Schadstoffeinträge aus Industrie und Landwirtschaft, die Renaturierung von Donau-Feuchtgebieten sowie ein umfassendes Krisenmanagement für den Donau-Karpaten-Raum.