10. August 2009 Namibia - DER SPIEGEL
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Hausmitteilung 10. August 2009 Namibia

• aus DER SPIEGEL 33/2009
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Scheinbar endlose Elektrozäune sichern in Namibia die Latifundien der reichen weißen Farmer gegen die bitterarmen Schwarzen - auch im Dorf Otjivero, wo seit einem Jahr das Modell eines Grundeinkommens getestet wird. SPIEGEL-Mitarbeiterin Dialika Krahe, 26, sprach mit den Farmern, die um Wohlstand und Einfluss fürchten, und mit den Leuten im Dorf, die zum ersten Mal eine Perspektive sehen. Seit jeder Bewohner monatlich neun Euro bekommt, gehen mehr Kinder zur Schule, und man investiert in kleine Geschäfte, näht Kleider oder brennt Ziegelsteine. Am beeindruckendsten fand Krahe die Bäckerin Frieda Nembwaya, 35, die von ihrem ersten Geld einen Sack Mehl kaufte und in Sardinenbüchsen Brötchen buk: »Mittlerweile konnte sie sich einen Herd leisten und einen kleinen Laden aufmachen« (Seite 48).

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