10. November 2003 Titel - DER SPIEGEL
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Hausmitteilung 10. November 2003 Titel

• aus DER SPIEGEL 46/2003
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Lehrer sind faul, unmotiviert, überfordert und eigentlich nur an langen Ferien interessiert - so lautet ein gängiges Urteil über diesen Berufsstand. Das Schlimme daran: Es stimmt. Das Gute daran: Es stimmt auch nicht. Denn es gibt ja Lehrer, die mit Spaß, Energie und frischen Ideen in ihre Klassen gehen. Alle Pädagogen eint indes, was spätestens seit der Pisa-Studie feststeht: Das deutsche Schulwesen steckt in der Krise - und mittendrin die Lehrer. Eine bisweilen scheue Spezies, wie SPIEGEL-Redakteurin Cordula Meyer, 32, bei ihren Recherchen erlebte. Manche Schulleiter legten schon bei der Anfrage den Telefonhörer wortlos auf, etliche Lehrer wollten anonym bleiben. »Die Atmosphäre in vielen Lehrerzimmern ist geradezu bleiern«, sagt Meyer, »das wirkt sich auch auf den Unterricht aus.« Darunter leiden viele Pädagogen selbst: In einer Fachklinik für ausgebrannte Lehrer schilderten Patienten SPIEGEL-Redakteurin Andrea Brandt, 34, den Horror im Klassenzimmer. »Das vorherrschende Gefühl bei allen war Angst«, sagt Brandt, »sie fürchten sich vor den Schülern, dem Schulleiter und sogar vor den Kollegen« (Seite 46).

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