11. Juli 2005 Medizin - DER SPIEGEL
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Hausmitteilung 11. Juli 2005 Medizin

• aus DER SPIEGEL 28/2005
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Zufällig wurde SPIEGEL-Redakteurin Katja Thimm, 36, vergangenen September bei einer Bahnfahrt Ohrenzeugin eines Dialogs. Sie hörte, wie eine Mitreisende einem anderen Passagier von ihrem unheilbar kranken Mann berichtete. Der Abteilnachbar erzählte, dass er Arzt in Dänemark sei und gerade ein Buch über die Vermittlung einschneidender Diagnosen schreibe - weil Mediziner in ihrer Ausbildung nicht darauf vorbereitet würden, Patienten die Botschaft des nahen Todes zu überbringen. Bevor Thimm, Tochter einer Allgemeinmedizinerin, aus dem Zug stieg, drückte sie dem angehenden Autor ihr Visitenkärtchen in die Hand. Fast ein Jahr später meldete sich Edlef Bucka-Lassen, das Buch sei jetzt fertig. Das SPIEGEL-Gespräch mit dem dänischen Mediziner führte Thimm zusammen mit ihrer Kollegin Beate Lakotta, 39, die sich »die Gefühlslage von Arzt und Patient gut vorstellen« kann: Für ihr im vorigen Herbst erschienenes Buch »Noch mal leben vor dem Tod. Wenn Menschen sterben« hatte Lakotta über ein Jahr lang Sterbende in Hospizen begleitet. Beim Umgang mit Todkranken empfand Lakotta auf einmal »vieles als selbstverständlich« - und findet es »unfassbar, dass es im Medizinbetrieb immer noch nicht selbstverständlich ist« (Seite 142).

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