12. August 2002 Mord - DER SPIEGEL
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Hausmitteilung 12. August 2002 Mord

• aus DER SPIEGEL 33/2002
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Es war das erste Mal, dass ein deutsches Gericht über eine Mörderin verhandeln musste, die vorgibt, an »multipler Persönlichkeitsstörung« zu leiden. Daniela K., 24, hatte im November 2000 ihre Mutter und ihren Stiefvater getötet. Doch bis heute behauptet die Frau, nicht sie selbst sei die Täterin gewesen, sondern »Sabrina«, ihr zweites Ich. Das Gericht war davon nicht zu überzeugen: Lebenslange Haft lautete das Urteil. Jetzt malt Daniela bunte Streifen an die Wände ihrer Zelle und schaut sich gern »Eine himmlische Familie« im Fernsehen an - »weil da immer alles gut ausgeht«. SPIEGEL-Redakteurin Fiona Ehlers, 32, besuchte die Mörderin im Gefängnis und sprach mit ihr über »Sabrina« und deren bestialische Tat. »Es fällt mir schwer, ihr die Geschichte von der doppelten Persönlichkeit zu glauben«, sagt Ehlers. »In jedem Fall aber ist sie eine einsame, tief unglückliche Frau« (Seite 56).

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