21. Oktober 2002 RAF - DER SPIEGEL
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Hausmitteilung 21. Oktober 2002 RAF

• aus DER SPIEGEL 43/2002
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Den Journalisten Peter Homann, 66, und SPIEGEL-Chefredakteur Stefan Aust, 56, verbindet ein abenteuerliches Erlebnis aus dem Spätsommer 1970. Seinerzeit hatte Homann dem damaligen Fernsehjournalisten Aust erzählt, dass die beiden siebenjährigen Töchter der gesuchten Ulrike Meinhof von Gesinnungsgenossen in ein palästinensisches Waisenlager gebracht werden sollten. Der Vater der Zwillinge, Klaus Rainer Röhl, hatte seine Kinder monatelang durch Interpol suchen lassen - sie waren in Italien versteckt. Homann und Aust sorgten dafür, dass die Mädchen wieder zum Vater kamen - und zogen sich Rachegelüste der Terroristen zu. Eines Nachts standen Baader und ein Kumpan bewaffnet vor der Haustür. Im letzten Moment gewarnt, »verließen wir, ohne Licht zu machen, durch einen Nebenausgang das Haus«, schrieb Aust 1986 in seinem Buch »Der Baader Meinhof Komplex«. Homann, der durch seine Bekanntschaft zu Baader, Meinhof und Co. lange auf der Fahndungsliste der Polizei stand, beschreibt nun im SPIEGEL, wie er damals den »kollektiven Irrsinn« erlebte, der die RAF-Mitglieder erfasste, und was sie gemeinsam hatten mit jenen Islamisten, die heute sich und vor allem andere aus religiösen Gründen in die Luft sprengen: »Alle tragen den gleichen Wappenspruch vor sich her: Wer nicht für uns ist, ist gegen uns« (Seite 170).

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