Hausmitteilung 30. September 2002 Tibet
Vor gut 50 Jahren besetzten chinesische Truppen Tibet, seitdem herrschen die Kommunisten auf dem Dach der Welt mit eiserner Hand. Nur selten erlauben sie Journalisten, in das Himalaja-Reich zu reisen, und auch dann stehen die Reporter unter Beobachtung. »Das Besuchsprogramm ist straff organisiert«, sagt SPIEGEL-Korrespondent Andreas Lorenz, 50, der sich sechs Tage in Tibet aufhalten durfte. Dennoch gelang es ihm, auch ungefilterte Informationen zu sammeln, bei Begegnungen in Geschäften etwa oder in Klöstern. Erstaunt hat ihn, wie wichtig der Dalai Lama immer noch ist, obwohl der Gottkönig vor mehr als 40 Jahren geflohen war. Lorenz: »Bilder von ihm dürfen die Tibeter zwar nicht zeigen, aber in ihren Köpfen ist er äußerst präsent« (Seite 131).