7. Februar 2000 Bundeswehr - DER SPIEGEL
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Hausmitteilung 7. Februar 2000 Bundeswehr

• aus DER SPIEGEL 6/2000
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Im Juni vergangenen Jahres zogen Bundeswehreinheiten in die Kosovo-Stadt Prizren ein, um dort im Auftrag der Nato für Sicherheit zu sorgen. SPIEGEL-Redakteurin Susanne Koelbl, 34, begleitete Schneeberger Gebirgsjäger und erlebte einen dramatischen Einsatz: Erstmals seit dem Zweiten Weltkrieg gerieten deutsche Soldaten in ein tödliches Gefecht, zwei bewaffnete serbische Paramilitärs starben. Koelbl stand fünf Meter entfernt, als Zugführer David Ferk, damals 24, den Schießbefehl gab und das Feuer eröffnete. Unmittelbar danach sprach sie mit dem Leutnant: »Er wirkte ganz ruhig und schien persönlich nicht besonders berührt.« Gut ein halbes Jahr später hat die Journalistin den Gebirgsjäger zu Hause im schwäbischen Sigmaringendorf besucht. Ferk trägt inzwischen die höchste Auszeichnung der Bundeswehr ("Ehrenkreuz in Gold") und wird in der Armee wie ein Held hofiert. Moralische Zweifel an der damaligen Aktion seien ihm nie gekommen, sagt Koelbl: »Töten im dienstlichen Einsatz ist für Ferk und seine Soldaten keine Frage des Gewissens, sondern der rechtlichen Grundlage« (Seite 48).

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