7. Januar 2002 Schlink - DER SPIEGEL
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Hausmitteilung 7. Januar 2002 Schlink

• aus DER SPIEGEL 2/2002
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Die in der internationalen Pisa-Studie festgestellten schlechten Leistungen deutscher Schüler haben den Bestseller-Autor und Rechtsprofessor Bernhard Schlink, 57, nur mäßig überrascht. Fehlende Leselust und grobe Schreibschwächen beobachtet er auch bei seinen Studenten: »Was in manchen Klausuren steht, ist erbärmlich«, sagt Schlink im SPIEGEL-Gespräch mit den Redakteuren Volker Hage, 52, und Julia Koch, 29. Dass selbst der Deutschunterricht Schülern mitunter den Spaß am Lesen verdirbt, erfuhr der Autor inzwischen am eigenen Werk: In Unterrichtsmaterialien zu seinem Erfolgsroman »Der Vorleser« werden die Schüler aufgefordert, Bücher stets mit gezücktem Textmarker zu lesen und nach bestimmten Merkmalen zu fahnden. »Ist das nicht eine schauerliche Vorstellung?«, so Schlink, »entscheidend ist doch die Freude am Lesen« (Seite 39).

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