8. Mai 2000 Russland - DER SPIEGEL
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Hausmitteilung 8. Mai 2000 Russland

• aus DER SPIEGEL 19/2000
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Zwischen 1985 und 1989 lebten die Putins in Dresden - Familienvater Wladimir, heute 47, arbeitete dort als KGB-Agent. Es waren die »schönsten Jahre«, so seine Ehefrau Ljudmila. Jetzt ist ihr Ehemann Präsident aller Russen und hat einen Haufen Probleme am Hals: Tschetschenien, Mafia, Oligarchen und die erdrückenden wirtschaftlichen Sorgen vieler Untertanen. Die SPIEGEL-Redakteure Erich Follath, Uwe Klußmann und Fritjof Meyer haben sich gründlich umgesehen in Putins fragilem Reich, und sie erfuhren auch Details über dessen politische Vorhaben - von seinem deutschstämmigen Vertrauten und Wirtschaftsberater German Gref (Seite 200). Mit Putin selbst konnte SPIEGEL-Chefredakteur Stefan Aust sprechen, vorvergangenen Samstag bei St. Petersburg. Dort übergab Kulturstaatsminister Michael Naumann dem russischen Präsidenten zwei Teile des weltberühmten Bernsteinzimmers - ein Mosaik und eine Kommode. Interessiert ließ sich Putin von Aust die abenteuerliche Geschichte der Entdeckung des Mosaiks schildern, das ein Bremer Anwalt 1997 für einen Mandanten verkaufen wollte. Unterstützt vom SPIEGEL, trat ein Polizeibeamter als Scheinkäufer auf, dann griffen seine Kollegen zu. Kurz danach wurde dem SPIEGEL ein weiteres Stück übergeben - die Kommode. Nun, da diese Werke wieder dort sind, wo sie hingehören, gibt es Hoffnung auf Entspannung in der verfahrenen Diskussion über Beutekunst. Als Zeichen guten Willens gab Moskau 101 Grafiken zurück - darunter als wertvollstes Blatt ein Landschaftsaquarell von Albrecht Dürer.

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