DEUTSCHLAND ABENDPOST.
Den Verkauf des
Frankfurter Boulevard-Blattes »Abendpost« an die SPD-freundliche Münchner »Allgemeine Presse AG« (Apag) haben zahlreiche Redakteure der Zeitung mit ihrer Kündigung beantwortet. Die »Abendpost« (Auflage: 134 000) war im Juli des vergangenen Jahres an die »Apag« verkauft worden, an der »Revue«- und »Bravo« -Verleger Kindler (49 Prozent), der Hamburger SPD-Anwalt Allerdt (49 Prozent) und der »Abendpost«-Herausgeber Bintz (zwei Prozent) beteiligt sind. Wegen der proklamierten SPD-Tendenz (Kindler: »Wenn heute eine Bundeskanzlerwahl wäre und es bestünde die Alternative Erhard oder Brandt, dann würde sich unsere Zeitung für Brandt einsetzen") haben bisher von 18 Redakteuren acht - darunter die beiden Chefredakteure - gekündigt und drei weitere seit Jahresbeginn darauf verzichtet, im Impressum aufgeführt zu werden.