FERNSEHEN Ärger um Rupert Scholz
Der Berliner Unionspolitiker Scholz liegt in einem bizarren Streit mit dem Bayerischen Rundfunk (BR). Rupert Scholz war im TV-Magazin »Plusminus« aufgetreten. Der Ex-Verteidigungsminister äußerte sich - so legte es ein Beitrag nahe - über den ostdeutschen Hotelier Rolf Falk, der laut »Plusminus« womöglich mit SED-Millionen neue Hotels aufgezogen habe. Scholz sagte, er verstehe die Staatsanwaltschaft nicht, die alle Ermittlungen eingestellt habe: »Den Dingen muß man nachgehen.« Weil Falk gegen Autor und Sender vor Gericht zieht, forderte der BR Scholz auf, in dem Rechtsstreit der BR-Seite beizutreten. Sender-Chef Albert Scharf: »Scholz hat sich in Kenntnis der ihm erläuterten Sache Falk zur Sache Falk geäußert.« Ihm seien vor dem Interview ein Zwischenbericht sowie Recherchefilme gezeigt worden. Den Wunsch des Senders lehnte Scholz in einem Brief an Scharf ab, er fühlt sich getäuscht: Die Firma Falk sei ihm unbekannt, einen Zwischenbericht habe er nicht bekommen, und im Funkhaus sei es dem BR-Mann technisch nicht gelungen, die gesamte Sendung vorzuführen. Er habe nur allgemein die Strafrechtslage kommentiert, es sei »empörend«, dem Interview einen anderen Sinn zu unterlegen.