Afrika - DER SPIEGEL
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Artikel 3 / 76

Hausmitteilung Afrika

• aus DER SPIEGEL 29/1984
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Der Hunger in Afrika ist schlimm genug, aber ist es tatsächlich so, daß dort jetzt ganzen Völkern der Hungertod, dem Kontinent eine »Jahrhundertkatastrophe« droht (wie unter anderem deutsche Fernsehjournalisten behaupteten)? Fünf SPIEGEL-Mitarbeiter haben gründlich recherchiert oder sind noch vor Ort: Wolf Dieter Steinbauer in der westafrikanischen Sahel-Zone, Swantje Strieder in Äthiopien, Erich Wiedemann in Kenia, Tansania und Uganda, Paul M. Schumacher in Simbabwe, Roland Tyrrell in somalischen Flüchtlingslagern. Ihre Berichte werden in loser Folge erscheinen, der erste steht in diesem Heft: »Von einer flächendeckenden Hungersnot«, so Redakteur Steinbauer, »kann weder in Mali die Rede sein noch in Obervolta oder im Senegal« (Seite 82.)

Steinbauer war mit dem senegalesischen Bauern-Funktionär Chissoko in einem klapprigen Peugeot-Lieferwagen durch den »verwüsteten« Norden des Landes gefahren. Chissoko begrüßte das deutsche Interesse, bezweifelte aber die Lauterkeit deutscher Motive: »Warum liegt euch jeder abgestorbene Baum im Sahel so am Herzen, wenn ihr nichts Ernsthaftes unternehmt, um eure eigenen sterbenden Wälder zu retten? Was steckt dahinter?«

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