Aids-Datei gestohlen
In einer westdeutschen Universitätsklinik ist im vergangenen Jahr ein Computer mit detaillierten Daten von über 400 HIV-positiven Patienten gestohlen worden. Das Gerät, von einem Mitglied der Krankenhaus-Putzkolonne entwendet, tauchte erst nach gut einem halben Jahr wieder auf. Jeder zwischenzeitliche Nutzer habe die hochsensiblen Daten (Namen, Anschriften, Befunde sowie Angaben über Drogenabhängigkeit, Prostitution und Homosexualität) leicht kopieren können, meinen Experten des Informationsdienstes »Datenschutz-Berater«. Auch bestünden bei entsprechendem Zeitaufwand »gute Chancen für eine Entschlüsselung« der immerhin kodiert gespeicherten Informationen. Bei Kollegen, berichtet der betroffene Arzt, sei es nicht selten Praxis, solche Datenbanken gänzlich unverschlüsselt anzulegen.