Airbus - DER SPIEGEL
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Hausmitteilung Airbus / Rohingya / SPIEGEL EDITION GESCHICHTE

• aus DER SPIEGEL 41/2017
Schmitt, Latsch, Dahlkamp
Schmitt, Latsch, Dahlkamp

Schmitt, Latsch, Dahlkamp

Foto: MATTHIAS F. DÖRING / DER SPIEGEL
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Tausende Seiten vertrauliche Ermittlungsakten und Informanten, die nur im Schutz der Anonymität reden wollten – die Puzzleteile, die sechs Kollegen in den vergangenen Monaten zusammengesetzt haben, ergeben das Bild eines korrupten Konzerns: Manager des europäischen Flugzeugbauers Airbus haben offenbar über Jahrzehnte systematisch Berater und Firmen bestochen, um Aufträge zu sichern. Die Investigativreporter Rafael Buschmann, Jürgen Dahlkamp, Gunther Latsch und Jörg Schmitt stießen mit den Wirtschaftsredakteuren Dinah Deckstein und Gerald Traufetter bei Airbus auf ein Schattenreich, das nun Staatsanwaltschaften rund um den Globus beschäftigt. Auf der Spur der Schmiergelder war der SPIEGEL schon seit Jahren: Er hatte über dubiose Geschäfte in Saudi-Arabien, Rumänien und Österreich berichtet. Die neuen Unterlagen zeigen allerdings, dass es sich nicht um Einzelfälle handelte, sondern wohl um eine Unternehmensstrategie. »Airbus-Chef Tom Enders kämpft nicht nur um die Zukunft des Konzerns, der Milliardenstrafen befürchten muss«, sagt Schmitt. »Es geht ebenso um seine eigene, weil auch seine Vergangenheit dunkle Flecken hat.« zum Artikel 

In Flüchtlingslagern im Süden Bangladeschs leben derzeit eine halbe Million Menschen vom Volk der Rohingya, der muslimischen Minderheit Burmas, unter erbärmlichen Bedingungen: Sie schlafen im Schlamm, trinken verseuchtes Wasser. Die Rohingya sind aus ihrer Heimat geflohen, weil buddhistische Soldaten Jagd auf sie machten. Redakteur Takis Würger und Fotograf Antonio Faccilongo begleiteten den Flüchtling Ahamed Kabir, der zu einer Art König, »Maji«, im Lager ernannt worden war – ohne sich darum beworben zu haben. Würger beobachtete ihn bei seinem Versuch, dem Lager eine Ordnung zu geben, und war gerührt von dem Lebensmut der Flüchtlinge. Die Frage ist, was für die Menschen folgt: Nach Burma können sie nicht zurück, und Bangladesch will sie nicht. »Die Rohingya sind dem Tod entflohen und gestrandet in einer Situation, in der es schwer ist, ein würdevolles Leben zu führen«, sagt Würger. Seine Reportage lesen Sie hier 

Vor 500 Jahren veröffentlichte der Theologieprofessor Martin Luther in der sächsischen Kleinstadt Wittenberg 95 Thesen, mit denen er den Papst attackierte. Damit begann eine Glaubensrevolution, die den Lauf der Geschichte geprägt hat. Die neue Ausgabe von SPIEGEL EDITION GESCHICHTE über das Zeitalter der Reformation schlägt den Bogen von den Schlüsselereignissen der frühen Neuzeit bis zum Ausbruch des Dreißigjährigen Krieges: wie der Buchdruck Luthers Ideen zum Durchbruch verhalf, wie die neue Glaubensrichtung das politische Denken veränderte. Das Heft fasst die besten Beiträge aus SPIEGEL und SPIEGEL GESCHICHTE zusammen und bietet einen tiefen Einblick in eine zerrissene Epoche. Es erscheint am kommenden Dienstag.

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