Alarm - DER SPIEGEL
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Alarm

• aus DER SPIEGEL 31/1950
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Großdeutschlands a.D.-General Ernst Remer wurde von den Wächtern der westberliner Demokratie am Boden zerstört. In der Rolle der Kapitolsgänse schlug die amerikanische »Neue Zeitung« Alarm. Als erste meldete sie, daß Remer in Wilmersdorf sei, um eine Berliner SRP-Filiale (Sozialistische Reichspartei) aufzumachen. Der Magistrat, erschreckt, verkündete politischen Notstand, verbot die Versammlung und erließ Schutzhaftbefehl gegen den gewesenen General. Zur doppelten Sicherheit zogen von Freier Universität und SPD einige hundert Demokratie-Verteidiger zum Preußenpark.

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Als die ersten SRP-Leute auftauchten, führte NZ-Reporter Dewald den ersten Schlag. Remers Wachregiments-Kamerad Hauptmann a. D. Eberhard Stern sah Sterne. Drei Reichsparteiler wurden schutzinhaftiert. Anschließend gab es vor Polizeirevier 152 ostsektorales Tränengas, »Nazischwein«-Rufe gegen die Polizei, acht blutige westberliner Reporterköpfe und verbeulte Photo-Apparate. Die SED-Presse falschmeldete nach der Knüppelschlacht zwischen Westpolizei und Westreportern befriedigt von »neofaschistischen Demonstrationen für Nazigeneral Remer«.

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Otto Ernst Remer genoß um diese Zeit bundesrepublikanische Ruhe. Er saß im heimatlichen Varel in Oldenburg.

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