Alexa Wright, - DER SPIEGEL
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Alexa Wright,

• aus DER SPIEGEL 14/1998
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35, britische Künstlerin, widmet sich einem in der Medizin noch ungeklärten Phänomen: dem Phantomschmerz. Wright gibt mit Computerhilfe auf Fotografien Unfallopfern ihre verlorenen Gliedmaßen zurück - und begreift diese Wiedererschaffung keineswegs als makaber, sondern als Beitrag zur künstlerischen Erforschung »dieser Sache, die wir das Selbst nennen«. Die sensorischen Wahrnehmungen der Porträtierten bestätigten die Künstlerin. Ein Mann, der bei einem Autounfall seinen rechten Arm einbüßte, erzählte ihr, daß ihm besonders das Jucken in der Hand und der Mittelfinger zu schaffen machen. Er könne sogar die Bewegungen seiner Hand kontrollieren, bis zu dem Punkt, an dem er sich darüber klarwird, daß die Hand nicht mehr existiert. Loswerden wolle er den Phantomschmerz aber nicht, auch wenn dies medizinisch möglich wäre: »Nicht schlecht, wenn er etwas weniger störte, aber lieber behalte ich ihn, wie er ist, als ganz auf ihn zu verzichten.« Wright mit Fotografie eines Unfallopfers J. VOOS

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