»Allianzen tun gut« - DER SPIEGEL
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FILMTHEATER »Allianzen tun gut«

Cinemaxx-Chef Hans-Joachim Flebbe, 47, über die deutsche Kino-Krise
• aus DER SPIEGEL 1/2000
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

SPIEGEL: Stimmt es, dass Ihre Cinemaxx AG schon bald den großen Kino-Konkurrenten Ufa schlucken will?

Flebbe: Ich kenne die Gerüchte. Wahr ist nur, dass momentan alle großen Betreiber-Gruppen in Deutschland intensive Gespräche miteinander führen.

SPIEGEL: Schweißt die Not zusammen?

Flebbe: Jeder versucht, die Fixkosten zu senken. Da tun Allianzen und Partnerschaften nur gut.

SPIEGEL: Sie selbst haben die Krise mit herbeigeredet, seit Sie als Erster davor warnten, dass in Deutschland zu viele Multiplex-Großkinos eröffnen.

Flebbe: Das stimmt nach wie vor, auch wenn ich das Gejammere selbst nicht mehr hören kann. Die Branche hatte 1999 immerhin 150 Millionen Gäste. Wenn wir die neuen Multiplexe abziehen, bleibt leider ein Rückgang von zehn Prozent.

SPIEGEL: Werden bei derart ruinösem Wettbewerb in diesem Jahr die ersten Großkinos dichtmachen?

Flebbe: Sicher nicht. Die Großen haben einen langen Atem. Und das Problem ist nicht nur hausgemacht. Unser Cinemaxx in Hannover zum Beispiel hat keine Konkurrenz, dennoch verloren wir knapp zehn Prozent Zuschauer. Schuld ist Hollywood, das im vergangenen Jahr einfach zu wenig massenwirksame Ware lieferte.

SPIEGEL: Als Co-Produzent des Guildo-Horn-Films »Waschen, schneiden, legen« landeten auch Sie nicht gerade den Hit des Winters. Das Werk verschwand nach zwei Wochen - selbst von Ihren Leinwänden.

Flebbe: Okay, das tat weh. Ich habe mich verschätzt. Mein Kurzausflug ins Produzentenfach hat mich jedenfalls kuriert.

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