DEUTSCHLAND Altwaren-Export.
Der Düsseldorfer Gebrauchtwagenhändler Wilhelm Becker will zusammen mit dem Münchner Finanzier Rudolf Münemann eine »Welt Export GmbH« gründen, die jährlich 500 000 alte Automobile vorwiegend in Entwicklungs- und Ostblockländern verkaufen will. Becker und Münemann hoffen auf finanzielle Unterstützung durch das Ministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit (das dem Projekt wohlwollend gegenübersteht) und auf ideelle Hilfe des Außenamts: Die Handelsattaches der deutschen diplomatischen Auslandsvertretungen sollen in einer Aufklärungsaktion die auch in unterentwickelten Ländern verbreitete Aversion gegen Gebrauchtwagen abbauen. Das Wirtschaftsministerium, das die beiden Gründer ebenfalls einspannen möchten, verhält sich reserviert; es befürchtet eine Schädigung des Wertbegriffs »Made in Germany« durch den Massenexport gebrauchter Automobile.