Luftwaffe Am Boden
Die Luftwaffe hat Mühe, ihre Transall-Transportflugzeuge in die Luft zu bringen. Von den 84 Maschinen - rund 30 Jahre alt, aber heiß begehrt für humanitäre Hilfsaktionen und Ifor-Einsätze auf dem Balkan - sind derzeit höchstens 35 einsatzbereit: Ein gutes Dutzend der Fluggeräte steht planmäßig zu Inspektionen in der Werft; die übrigen bleiben am Boden, weil die starke Belastung bei Auslandseinsätzen mehr Wartung und Reparaturen erfordert, aber das Geld für Ersatzteile fehlt.
Zeitweise waren sogar nur rund 20 Maschinen startklar. Allein für den Ifor-Einsatz sind der Nato aber zwölf Flugzeuge zugesagt. Deshalb hat die Bundeswehr ihr internes Lufttransportsystem eingestellt, bei dem die Luftwaffe wie eine Spedition per Transall in ganz Deutschland Nachschub auch für Heer und Marine verteilte. Nach einem internen Vermerk der Hardthöhe ist durch Haushaltskürzungen inzwischen »die Instandsetzung aller Waffensysteme« der Bundeswehr durch Ersatzteilmangel »beeinträchtigt«. Aus Geldnot will Wehrminister Volker Rühe außerdem die Entwicklung eines Nachfolgers für die betagten Transall-Flugzeuge stoppen.