Arben - DER SPIEGEL
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Arben

• aus DER SPIEGEL 1/2003
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Arben , 36, und Viktor Lekli, 38, Immigranten aus Albanien, im italienischen Adria-Hafen Brindisi nur »die Ampel-Brüder« genannt, könnten mit einem Erstaufstieg Geschichte schreiben: aus der Illegalität in den Öffentlichen Dienst. Heimlich übers Meer kamen die jungen Albaner aus Durrës vor zwölf Jahren, zogen durch Italien, hielten sich mit Tomatenpflücken und Kistenschleppen über Wasser, bis sie in Brindisi ihre Lebensaufgabe fanden. Am Ausgang eines Tunnels, direkt am Meer, rauschten dort regelmäßig Autos ineinander oder ins Wasser. Wer konnte, mied die Strecke, gerade einmal 100 bis 200 Autofahrer pro Tag wagten sich noch auf die Unfallpiste - bis die Lekli-Brüder kamen. Mit selbst gebastelten Pappschildern regeln die seither die Kreuzung, in Wechselschicht 24 Stunden am Tag, 365 Tage im Jahr - für ein gelegentliches kleines Trinkgeld. Heute rollen 15 000 Autos täglich unfallfrei durch den Engpass, »die Ampelbrüder« sind mit der städtischen Verdienstmedaille ausgezeichnet worden, und viele dankbare Brindisi-Bürger unterstützen den Antrag der Leklis, die inzwischen ihre Frauen nachgeholt und sechs Kinder gezeugt haben, vom italienischen Staat als Verkehrspolizisten anerkannt und bezahlt zu werden.

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