Arthur Werner - DER SPIEGEL
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Arthur Werner

• aus DER SPIEGEL 45/1954
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Arthur Werner, 77, Dr.-Ing., parteilos, gehört zu den bekannteren Kandidaten der sowjetzonalen Einheitspartei (SED) für die Wahlen zum Westberliner Abgeordnetenhaus am 5. Dezember. Werner war der von den Sowjets eingesetzte ebenso unpolitische wie inmitten der Berliner Ruinen stets protokollarisch korrekt gekleidete erste Nachkriegs-Oberbürgermeister Gesamtberlins. Nach den ersten Gesamtberliner Wahlen vom Oktober 1946 machte er nur zögernd seinem SPD-Nachfolger Ostrowski Platz und erhielt im Mai 1954 für immer noch geschätzte Dienste den sowjetzonalen »Vaterländischen Verdienstorden« in Gold, der mit einem Ehrensold verbunden ist. Auf der Kandidatenliste der SED rangiert Werner allerdings hinter den kommunistischen Parteifunktionären erst an 18. Stelle. An 20. Stelle kandidiert die Schauspielerin Helene Weigel, 54, Leiterin des Theaterkollektivs »Berliner Ensemble« und Gattin von Bert »Dreigroschenoper«-Brecht, ebenfalls mit dem Prädikat »parteilos«.

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