Atom-Alternative Asterix - DER SPIEGEL
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Atom-Alternative Asterix

• aus DER SPIEGEL 33/1988
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Das österreichische Kernkraftwerk Zwentendorf, vor zehn Jahren fertiggestellt, doch nie in Betrieb gegangen, soll nutzbringend verwendet werden. Der Kärntner Bauunternehmer Robert Rogner, bisher vor allem auf die Errichtung von Feriendörfern spezialisiert, möchte den Atommeiler und das umliegende Gelände in Niederösterreich zu einem historischen Erlebnispark, genannt History-Land, umgestalten. Das Gebäude des Atomkraftwerks, üppig begrünt mit Spalierpflanzen und mit baumbewachsenem Dach, ist zum Wahrzeichen des History-Parks ausersehen. Mit Hilfe von epochenecht gekleideten Animateuren sollen Besucher wichtige Etappen von 100 000 Jahren Menschheitsentwicklung betrachten können; dazu historische Shows etwa aus einem Römerlager, einem gallischen Asterix-Dorf oder einer Ritterburg. Das Land Niederösterreich und die Gemeinde Zwentendorf erhoffen sich von History-Land Arbeitsplätze und Touristen, brauchen sich aber wohl nicht an den auf 210 Millionen Mark geschätzten Baukosten zu beteiligen. Der Abbruch des nutzlosen Atommeilers würde fast soviel wie der Umbau kosten.

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