August Dresbach - DER SPIEGEL
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August Dresbach

• aus DER SPIEGEL 43/1963
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August Dresbach, 68, CDU-MdB und in der NS-Zeit gelegentlicher Besuch bei Adenauer in Rhöndorf, erzählte anläßlich des Kanzler-Abschieds in der Kölner »Deutschen Zeitung«, daß ihn während des Zweiten Weltkriegs der jetzige Staatssekretär im Gesamtdeutschen Ministerium und frühere Vertrauensmann des Anti-Hitler-Putschisten Goerdeler, Franz Thedieck, gebeten habe, zu einem Besuch des amtsenthobenen Kölner Oberbürgermeisters mitgenommen zu werden. Dresbach: »Der Nachmittag und der Abend verliefen in sehr netter Art. Beim nächsten Besuch wurde ich von Adenauer gefragt, was Thedieck gewollt habe. Ich wollte ablenken. Das geriet nicht. 'Ach was, der Thedieck kam nicht ohne Auftrag.' Dann habe ich den Mund weit auf und

folgendes kund und zu wissen getan. 'Es ist ein Putsch geplant. Goerdeler soll Reichskanzler werden. Thedieck sollte feststellen, ob Sie noch geistig frisch seien. Man will Sie zwar im Kabinett nicht haben, denn Sie gelten als unkollegial, aber Sie sollen Oberpräsident der Rheinprovinz werden.'«

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