9/11: Rumsfeld und Powell sollen vor Terror-Kommission - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

9/11 Rumsfeld und Powell sollen vor Terror-Kommission

Inwieweit war die US-Regierung auf einen Terroranschlag vom Ausmaß des 11. Septembers vorbereitet? Die Kommission zur Untersuchung dieser Frage hat ranghohe Regierungsmitglieder geladen. Sicherheitsberaterin Rice lehnt weitere Aussagen dazu ab.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Washington - Die Kommission zur Untersuchung der Terroranschläge vom 11. September 2001 hat die Liste von Zeugen für eine weitere Anhörung in der kommenden Woche veröffentlicht. Darauf stehen Mitarbeiter der Regierungen von US-Präsident George W. Bush und seinem Amtsvorgänger Bill Clinton. Aufgeführt sind unter anderen der derzeitige Verteidigungsminister Donald Rumsfeld und Außenminister Colin Powell sowie ihre Vorgänger William Cohen und Madeleine Albright. Sicherheitsberaterin Condoleezza Rice hat eine weitere Aussage auf Anraten des Weißen Hauses abgelehnt.

Geladen sind zudem Geheimdienstchef George Tenet und Clintons Sicherheitsberater Sandy Berger. Thomas Kean, Vorsitzender des Ausschusses, sagte, die achte Anhörung der Kommission am 23. und 24. März sei eine der wichtigsten. Er kündigte die Veröffentlichung von vier vorläufigen Berichten über die bisherigen Ermittlungen der Kommission an.

Der Ausschuss wurde vom US-Kongress eingesetzt. Er soll untersuchen, inwieweit die Regierung auf einen Terroranschlag dieses Ausmaßes vorbereitet war. Außerdem soll er Empfehlungen für die Zukunft abgeben.