Abbas-Berater kritisiert Merkels Nahostpolitik - DER SPIEGEL
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Gaza-Krise Abbas-Berater kritisiert Merkels Nahostpolitik

"Oberflächlich und einseitig" - so lautet das Urteil eines Beraters von Palästinenserpräsident Abbas über die deutsche Nahostpolitik. Bundeskanzlerin Merkel solidarisiere sich mit Israel und sehe offenbar nicht das Leid im Gaza-Streifen, sagte Abdallah Frangi.
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Gaza - Die Palästinenser halten Deutschland nicht mehr für einen geeigneten Vermittler im jüngsten Konflikt zwischen Israel und der radikalislamischen Hamas. Abdallah Frangi, persönlicher Berater von Palästinenserpräsident Mahmud Abbas, kritisierte die Haltung der Bundesregierung als "oberflächlich und einseitig".

Bundeskanzlerin Angela Merkel sehe zwar "ein Recht Israels zu agieren, aber offensichtlich sieht sie nicht die Bilder aus dem Gaza-Streifen", sagte Frangi der "Rheinischen Post".

Nach über tausend Luftangriffen der Israelis seien die Zerstörungen auf dem Gebiet von 360 Quadratkilometern "verheerend". Deutschland habe seine Chance verloren, zwischen Israelis und Palästinensern zu vermitteln. Das gelte auch für Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) bei seiner Nahost-Reise. "Wenn man so einseitig pro-israelisch handelt, bleibt der Einfluss gering", betonte Frangi.

Die Zahl der Palästinenser, die seit Beginn der jüngsten Luftoffensive Israels getötet wurden, stieg palästinensischen Angaben zufolge inzwischen auf 111. Unter den Toten seien 56 Zivilisten. Auf israelischer Seite waren seit Mittwoch drei Tote unter der Zivilbevölkerung zu beklagen.

hen/dpa/dapd