Abchasien: Uno-Hubschrauber abgeschossen - DER SPIEGEL
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Abchasien Uno-Hubschrauber abgeschossen

Ein Hubschrauber mit Militärbeobachtern der Vereinten Nationen ist in der von Georgien abtrünnigen Teilrepublik Abchasien abgeschossen worden. Neun Menschen kamen dabei ums Leben.
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Tiflis - Unter den Verunglückten ist auch der Stabchef der Uno-Beobachter in Abchasien, der Ungar Laszlo Törok. Auch ein Deutscher war dabei. Der Hubschrauber vom Typ Mi-8 sei nach Angaben der Vertreterin Abchasiens in Moskau, Tatjana Gulia, auf einem Inspektionsflug zu der Kodori-Schlucht gewesen, wo es zuvor zu Kämpfen zwischen abchasischen Rebellen und georgischen Milizen gekommen sein soll. An Bord waren sechs Militärbeobachter und drei Besatzungsmitglieder, wie die Nachrichtenagentur Interfax aus Tiflis meldete. Die Maschine war in der Küstenstadt Suchumi gestartet.

Uno-Beobachter waren 1991 in Georgien stationiert worden, um die Demarkationslinie zwischen Abchasien und dem restlichen Gebiet Georgiens zu sichern. Abchasien, das im Nordwesten Georgiens liegt und an das Schwarze Meer und Russland grenzt, hatte sich 1991 für unabhängig erklärt und zwei Jahre später die Regierungstruppen aus der Region vertrieben. Uno-Beobachter wurden schon des Öfteren Ziel von Angriffen.