Absage an Ahtisaari: Serbisches Parlament lehnt Uno-Plan zu Kosovo-Autonomie ab - DER SPIEGEL
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Absage an Ahtisaari Serbisches Parlament lehnt Uno-Plan zu Kosovo-Autonomie ab

Die Bemühungen der serbischen Provinz Kosovo um mehr Unabhängigkeit haben einen erneuten Dämpfer erhalten: Das serbische Parlament wies am Abend den Kosovo-Plan der Vereinten Nationen mit großer Mehrheit zurück.
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Belgrad - Die Abgeordneten stellten sich damit erwartungsgemäß hinter eine Resolution der Regierung, die den Vorschlag von Uno-Vermittler Martti Ahtisaari ablehnt. Der Plan schaffe widerrechtlich die Grundlage für einen neuen unabhängigen Staat auf dem Territorium Serbiens, heißt es in der Entschließung der Parlamentarier, die mit 225 gegen 15 Stimmen angenommen wurde.

Der frühere finnische Präsident Ahtisaari hatte den Uno-Plan entworfen, der für die südserbische Provinz Kosovo eine weit reichende Selbstbestimmung vorsieht. Darin enthalten ist das Recht auf eine eigene Flagge, Nationalhymne, Streitmacht, Verfassung und die Mitgliedschaft in internationalen Organisationen. Die albanische Mehrheitsbevölkerung in der Provinz, hat diese Vorschläge großenteils begrüßt.

Belgrad hat eine Trennung des fast nur noch von Albanern bewohnten Kosovos bereits mehrmals abgelehnt. Die Kosovo-Albaner wiederum streben eine uneingeschränkte Unabhängigkeit von Serbien an.

Den Plan Ahtisaaris kritisierten Politiker der radikal-nationalistischen und der sozialistischen Partei. Sie bezeichneten den Plan als Teil einer "Verschwörung" gegen Serben und Serbien. Regierungschef Kostunica bezeichnete den Plan als "Zerstückelung Serbiens", die auf dem "Argument der Macht und dem Recht des Stärkeren" basiere.

Seit 1999 wird das Kosovo von den Vereinten Nationen verwaltet. Den Plan Ahtisaaris kritisierten Politiker der radikal-nationalistischen und der sozialistischen Partei. Sie bezeichneten den Plan als Teil einer "Verschwörung" gegen Serben und Serbien. Regierungschef Kostunica bezeichnete den Plan als "Zerstückelung Serbiens", die auf dem "Argument der Macht und dem Recht des Stärkeren" basiere.

reh/AP/dpa/AFP