Affäre Britischer Kriegsgegner Galloway von Saddam bezahlt?
London Galloway habe vom Regime Saddam Husseins jährlich mindestens umgerechnet 563.000 Euro aus dem "Öl für Lebensmittel"-Programm der Uno bekommen, berichtet der "Daily Telegraph". Reporter der Zeitung hätten irakische Geheimdienstdokumente im ausgeplünderten Außenministerium in Bagdad gefunden.
Der Chef des irakischen Geheimdienstes habe im Jahr 2000 einen Brief an Saddam geschrieben, aus dem hervorgehe, dass Galloway das Geld aus Einnahmen des Programms der Vereinten Nationen erhielt. Der "Daily Telegraph" druckte die gefundenen Dokumente in seiner Dienstagausgabe ab. Galloway sei eine Partnerschaft mit einem irakischen Ölhändler eingegangen, um das Öl auf dem internationalen Markt zu verkaufen.
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Galloway, bekannt für seinen Einsatz gegen einen Krieg und die Sanktionen gegen den Irak, nannte die Vorwürfe in einem Interview mit dem britischen Rundfunksender BBC "verleumderisch" und kündigte rechtliche Schritte gegen die Zeitung an. "Ich habe den Irak weder um Geld gebeten noch Geld von ihm für unsere Kampagne gegen den Krieg und die Sanktionen erhalten", sagte der schottische Parlamentarier: "Ich habe niemals ein Barrel Öl gesehen, niemals eines besessen, gekauft oder verkauft."
Galloway sprach von einer "Schmierenkampagne gegen diejenigen, die sich gegen den illegalen und blutigen Krieg im Irak und gegen die Besetzung durch ausländische Truppen engagiert haben". Er habe niemals Kontakte zu Mitgliedern des irakischen Geheimdienstes gehabt, wie dies in dem Zeitungsbericht behauptet werde. Er habe über die Jahre lediglich Mitglieder der politischen Führung des Landes getroffen. Die von der Zeitung vorgelegten Dokumente seien gefälscht oder manipuliert worden, um ihn zu diskreditieren, sagte der Abgeordnete.