Afghanistan: Lebenszeichen von deutscher Geisel - DER SPIEGEL
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Afghanistan Lebenszeichen von deutscher Geisel

Der in Afghanistan verschleppte Deutsche ist nach eigenen Angaben schwer erkrankt. In einem Interview mit der Fernsehnachrichtenagentur APTN sagte der Bauingenieur, sein Zustand habe sich verschlechtert, er sei in großer Gefahr.
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Dubai - Beunruhigende Nachrichten aus dem Talibangebiet: Der 62-jährige Rudolf B. sagte in einem heute von der Fernsehnachrichtenagentur APTN verbreiteten Interview, er befinde sich mit den Taliban in den Bergen, sei in großer Gefahr, er sei schwer krank.

Der arabische Nachrichtensender al-Dschasira meldete telefonischen Kontakt zu der Geisel: "Er schien krank zu sein, er sagte, dass sein Leben in Gefahr ist und dass sich sein Gesundheitszustand verschlechtert hat", sagte ein al-Dschasira-Korrespondent.

Der deutsche Ingenieur befindet sich seit dem 18. Juli in der Gewalt von Entführern. Er wurde zusammen mit einem zweiten Deutschen in der afghanischen Provinz Ghazni verschleppt. Die zweite Geisel, ebenfalls ein Bauingenieur, wurde von den Geiselnehmern erschossen. Nach der Obduktion steht fest: Der 44-jährige Deutsche erlitt zunächst einen Kreislaufzusammenbruch, dann wurde er erschossen.

Weiter herrscht Unklarheit über das Schicksal der südkoreanischen Geiseln: Heute kündigten die radikal-islamischen Taliban an, zwei weibliche Geiseln um 16 Uhr Ortszeit (13.30 MESZ) freizulassen. Die beiden Frauen würden dem Roten Kreuz übergeben, sagte Taliban-Sprecher Jussuf Ahmadi am Vormittag.

Allerdings hatten die Taliban, die seit Freitagabend - nach einer Serie von Telefonaten - persönliche Gespräche mit südkoreanischen Diplomaten führten, die Freilassung bereits für Samstag und dann für Sonntag angekündigt.

Sowohl der Polizeichef als auch der Gouverneur der Provinz äußerten sich hoffnungsvoll, dass die Freilassung noch am selben Tag tatsächlich erfolgen werde. Ein südkoreanischer Botschaftssprecher wollte sich dazu nicht äußern: "Bis sie kommen, können wir nichts sagen", erklärte er.

Unterhändler aus Seoul setzten ihre Verhandlungen mit den Entführern in Ghazni fort, der Hauptstadt der gleichnamigen Provinz, in der am 19. Juli 23 Südkoreaner verschleppt worden waren.

Zwei Geiseln aus Südkorea waren bereits erschossen worden.

hen/AFP

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