Afghanistan Massengrab in Herat
Adreskan - Ein Schäfer soll die Behörden auf das Massengrab in der Provinz Herat hingewiesen haben. Dort wurden demnach zahlreiche Skelette gefunden, deren Handgelenke zum Teil mit einer grünen Nylonschnur zusammengebunden waren. Die 72 Opfer seien von den Taliban zu Unrecht beschuldigt worden, eine Revolte angezettelt zu haben, behauptete Mussa Resaie von der schiitischen Muslimorganisation Hesb-e-Wahadat, die damals gegen die Taliban gekämpft hatte. Sie seien 1999 gefangen genommen und später aus dem Gefängnis von Adreskan herausgeführt worden.
Den Bewohnern der Region sei stets klar gewesen, dass diese Gefangenen ermordet worden seien, doch habe man ihre Leichen bislang nicht gefunden. Resaie sagte, seine Organisation wolle versuchen, die Opfer durch Unterlagen der Taliban nach Möglichkeit noch zu identifizieren. Die meisten würden jedoch aller Voraussicht nach am Freitag als "unbekannte Märtyrer" in Herat begraben werden.