Afghanistan Selbstmordattentäter attackiert Nato-Konvoi in Kabul
Kabul - Bei einem Selbstmordanschlag auf einen Nato-Konvoi in Afghanistan sind am Morgen nach Polizeiangaben mindestens acht Zivilisten verletzt worden. Andere Regierungsquellen sprachen von bis zu 22 Verwundeten. Der Selbstmordattentäter kam bei der Detonation ums Leben.
Der Attentäter habe mit seinem Auto nahe des Flughafens der Hauptstadt Kabul ein Fahrzeug des Bündnisses gerammt, sagte ein Polizeivertreter. Dabei sei ein Sprengsatz explodiert. Ein Nato-Sprecher teilte mit, unter den Opfern seien keine Soldaten. Der Attentäter verübte seinen Anschlag während des morgendlichen Berufsverkehrs.
Die radikal-islamischen Taliban bekannten sich zu der Tat. Die Kämpfer hätten mit dem Anschlag US-Verteidigungsminister Robert Gates willkommen heißen wollen, sagte ein Taliban-Sprecher. Gates war gestern in Kabul angekommen. Er will sich bei seinem Besuch über die Bedürfnisse der Armeebefehlshaber in ihrem Kampf gegen die aufständischen Taliban informieren.
Ein Sprecher der US-Botschaft sagte, Gates sei nicht in der Nähe des Anschlagsortes gewesen.
phw/dpa/AP/Reuters