Afghanistan: Taliban verüben blutigen Terror - DER SPIEGEL
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Afghanistan Taliban verüben blutigen Terror

Auf einem Markt in einer afghanischen Grenzstadt sind bei einem Bombenanschlag zahlreiche Menschen getötet worden. Zu der Tat bekannten sich die radikalislamischen Taliban.
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Islamabad - 20 Menschen wurden getötet, weitere 20 seien bei dem Attentat in Spin Boldak verletzt worden, sagte der Gouverneur der afghanischen Provinz Kandahar, Assadullah Chalid. Der Ort liegt im Süden Afghanistans an der Grenze zu Pakistan.

Eine Bombe sei an einem geparkten Motorrad angebracht gewesen. Die Agentur Afghan Islamic Press (AIP) mit Sitz in Pakistan berichtete, zu dem Anschlag hätten sich die radikal-islamischen Taliban bekannt. Die Agentur zitierte einen Taliban-Sprecher mit der Aussage, es habe sich um eine ferngesteuerte Bombe gehandelt.

Im Süden Afghanistans verfolgen von den USA geführte Koalitionstruppen Reste der entmachteten Taliban und deren Verbündete vom Terrornetz al-Qaida. Die Stadt Kandahar war früher Hochburg der Taliban unter deren Führer Mullah Omar, der von dort aus als "Oberster Führer der Gläubigen" beinahe das ganze Land beherrschte.

Erst am Samstag hatte es auf der pakistanischen Seite der Grenze einen Raketenangriff mit 18 Toten gegeben. Der mutmaßliche US-Luftangriff soll al-Qaida-Vize Eiman al Sawahiri gegolten haben. Der 54 Jahre alte Chefideologe und Stellvertreter von Terrorchef Osama bin Laden sei nicht unter den Opfern, sagte ein pakistanischer Armeevertreter am Samstag. Der Angriff auf ein Dorf im Grenzgebiet zu Afghanistan habe auf falschen Informationen beruht. Unter den Opfern sollen zahlreiche Kinder sein.

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