Afghanistan: Tote nach Explosionen - DER SPIEGEL
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Afghanistan Tote nach Explosionen

Bei einem Bombenanschlag in Kabul wurde mindestens ein Mensch getötet.
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Kabul - Drei weitere Personen wurden nach Polizeiangaben am Sonntag verletzt, darunter ein britischer Friedenssoldat. Bei der Detonation zweier Landminen auf dem Militärflughafen in Bagram kamen vier Afghaner ums Leben.

Der Bombenanschlag ereignete sich im Westen der afghanischen Hauptstadt unweit der früheren sowjetischen Botschaft. Versteckt war der Sprengsatz in einem Handkarren, den der getötete Afghaner womöglich geschoben haben könnte. Neben dem britischen Soldaten, der die Gegend patrouilliert hatte, wurden noch zwei Afghanen verletzt. Der Mann und die Frau waren der Polizei zufolge gerade mit dem Fahrrad an der Explosionsstelle vorbeigefahren.

In den letzten Wochen hat es in Kabul immer wieder ähnliche Anschläge gegeben. Die Polizei suchte bislang vergeblich nach den Urhebern.

Bei der Detonation der zwei Landminen auf dem Militärflughafen Bagram gab es laut Polizei neben den vier Toten 18 Verletzte. Die Explosionen ereigneten sich bei Minenräumarbeiten. Die erste Detonation wurde ausgelöst, als ein Arbeiter auf eine Mine trat. Wenig später fuhr ein Krankenwagen unweit der Unglücksstelle auf eine zweite Mine auf. Auf dem Luftwaffenstützpunkt Bagram befindet sich das Hauptquartier der amerikanischen Streitkräfte in Afghanistan. Unterdessen stellte die Vertretung des Weltflüchtlingshilfswerks (UNHCR) im Südwesten Afghanistans ihre Tätigkeit am Grenzposten zu Iran bei Sarandsch für zwei Tage ein. Dort hatte zuvor ein iranischer Grenzsoldat plötzlich in die Luft geschossen und Panik unter den nach Afghanistan zurückkehrenden Flüchtlingen ausgelöst. Verwundet wurde bei dem Zwischenfall niemand, und 155 Heimkehrer konnten die Grenze schließlich sicher passieren. Das UNHCR bat um ein Treffen mit den Behörden in Teheran, um ein klärendes Gespräch zu führen.